Workshop am SLF: Flüssiges Wasser im Schnee

Workshop am SLF: Flüssiges Wasser im Schnee

Das Thermometer in Davos Dorf zeigt +15°C, die Sonne scheint und das Eis in der Waffel schmilzt schneller, als man es essen kann. Genau diese Thematik vom Eis und Schmelzen lockte ca. 50 Forschende aus über zehn Ländern zu einem Workshop nach Davos. An drei Tagen, vom 02. bis zum 04. April 2014, präsentierten sie in wissenschaftlichen Vorträgen, wie sie den Flüssigwassergehalt der Schneedecke messen und modellieren, tauschten Erfahrungen aus und diskutierten ihre neusten Forschungs-Ergebnisse.

Das SLF organisierte diesen Workshop in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltphysik (IUP) der Universität Heidelberg. Letztmalig fand ein vergleichbarer Workshop vor 32 Jahren am Stubaier Gletscher in Tirol (Österreich) statt. Ein Ziel des Workshops war daher, den damaligen Wissensstand für jüngere Forscher-Generationen zugänglich zu machen und einen Bogen zu den aktuellen Möglichkeiten und Problemen beim Messen und Modellieren des Flüssigwassergehaltes in der Schneedecke zu schlagen. Zusätzlich wurden neue Ansätze aus verwandten Disziplinen (z. B. der Bodenphysik) vorgestellt und ihre Anwendung und Nutzen im Schnee evaluiert.

Der letzte Tag des Workshops führte aus dem Hörsaal heraus auf das Versuchsfeld Weissfluhjoch. Wetter und Schneedecke zeigten sich von ihrer besten Seite. Bei perfekten Verhältnissen, d.h. warmen Temperaturen, viel Sonnenschein und einer stetigen Durchfeuchtung der Schneedecke, ermittelten die Forschenden wiederholt mit unterschiedlichen Messsystemen den Wassergehalt in der Schneedecke und verglichen ihre Methoden miteinander. Die Ergebnisse bilden einen wertvollen und einmaligen Datensatz und werden in den kommenden Monaten ausgewertet.

Downloads

Ergebnisse des Workshops (PDF, 42 KB)

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